Die Gefahren der Praxis

Hin und wieder passiert es mir, dass ich falsch praktiziere. Das ist nicht groß überraschend, schlieslich ist man auch nur ein Mensch und Menschen machen eben Fehler.

Es spricht auch überhaupt nicht gegen die Praxis, früher habe ich schlieslich auch Fehler gemacht, nur eben andere (und eher größere). Früher habe ich häufig zu viel nachgedacht und mich in meinen Gedanken verloren. Heute lasse ich die Gedanken auch einfach mal Gedanken sein.

Das hilft auch häufig im Umgang mit den eigenen Fehlern und den von anderen Menschen und ich möchte es keinesfalls missen. Aber natürlich passiert es mir dann hin- und wieder dass ich zu wenig denke.

Ajahn Chah hat einmal gesagt, so lange man die Extreme meidet kommt man in der Praxis voran, ähnlich wie ein Stöckchen, das im Fluß schwimmt und – so lange es nicht an den Rand gerät – immer weiter schwimmt. Das trifft es im Grunde ganz gut.

Was mich auf Anregung der Unbuddhisten hin tatsächlich etwas wundert ist, dass wir auch in meiner relativ offenen Meditationsgruppe so selten über unsere Schwierigkeiten reden. Über die guten Erfahrungen hin und wieder, über schlechten fast nie.

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