„Was ist Leiden?“

Die letzte Zeit war ich irgendwie sehr gestresst. Das ist sehr ungewöhnlich für mich und konnte auch gar nicht an der Arbeitsbelastung liegen, die maximal bei 30h/Woche liegt. In früheren Semester habe ich 60 Stunden die Woche gearbeitet und war deutlich weniger gestresst.

Ich hab dann darüber nachgedacht warum das so ist und bin zum Schluss gekommen, dass mir damals einfach mehr egal war. Wenn alles schief gelaufen wäre, hätte ich einfach was anderes studiert und maximal ein Jahr verloren. Heute steht einfach mehr auf den Spiel.

Und siehe da, seit ich mir Mühe gebe mehr Dingen als unwichtig zu erachten läuft es auch deutlich besser.

Lieber Buddha, liebe Nachfolger auf seinem Weg: Vielen Dank.

Nicht für die Antwort. Nur für die Frage.

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Fuck That!-Meditation

Teilweise habe ich das Gefühl, dass die buddhistische Praxis uns gar nicht zu entspannteren Menschen macht, sondern im Gegenteil mehr von dem Anhaften erzeugt, das wir doch loswerden wollen.

So führt die erhöhte Achtsamkeit seinen Gefühlen und seinen Mitmenschen gegenüber zwar durchaus zu mehr Mitgefühl, aber das kann auch sehr schnell belastend werden. Das Leid wird nicht leichter zu ertragen, wenn man es stärker wahrnimmt und dabei das „loslassen“ vergisst.

Müsste ich dafür eine Meditationstechnik entwickeln würde die dieses Problem sehr viel direkter adressieren, als die bereits vorhandenen (Gleichmut, Mitgefühl für sich selbst). Sie würde vermutlich darinbestehen, dass man – ähnlich wie beim Zen-Fragen – einen einzigen Satz ständig wiederholt:

Fuck That!