Slashdot: Why It’s Bad That Smartphones Have Banished Boredom

Kleine Warnung: Ich hab das selber noch nicht durchgelesen, aber thematisch passt es so gut zum letzten Langeweile-Post, dass es einfach mal ungesehen reinsetze:

Slashdot: Why It’s Bad That Smartphones Have Banished Boredom

Mittlerweile hab ich die Artikel gelesen bzw. überflogen und der erste Link liefert einen schnellen Überblick und verlinkt auch auf den dritten Artikel, der deutlich mehr Substanz hat.

Grob Zusammengefasst ist die These, dass es zwei Arten der Langeweile gibt, die sich durch die Situation in der man sich befindet entsteht. Einmal Langeweile, die durch die Unzulänglichkeit der Umstände (z.B. bei Armut) und die fehlenden Entfaltungsmöglichkeiten ergibt und abgegrenzt davon eine produktive Langeweile, die für Künstler zum kreativen Akt oder auch einfach nur zur Kontemplation und Reflektion führt.

Bei Julia Seeliger im Blog hatte ich die Vermutung geäussert, dass dies eine Ursache für die Substanzlosigkeit unserer Generation sein könnte. Danach ist die Diskussion leider eingeschlafen. Primär deswegen, weil ich keine massentauglichen Vorschläge zur Lösung dieses Problems habe.

Für mich selber habe ich u.a. deshalb einen E-Book-Reader gekauft, weil er gerade kein Internet hat (mit WLAN zwar existent, aber nicht praktikabel) und ich lese damit Texte schonmal mit mehr Ruhe als am Monitor.

Ansonsten hoffe ich, dass ich bis zum Semester körperlich so fit bin, dass ich in der Lage sein werde eine „Kontemplative Hochschulgruppe“ zu gründen.

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CDU

Letztens hatte ich nach dem Meditationsabend Lust auf ein Bier. Ich konnte aber keins kaufen, weil es nach 22 Uhr war. Wie absurd ist das denn?

Fuck That!-Meditation

Teilweise habe ich das Gefühl, dass die buddhistische Praxis uns gar nicht zu entspannteren Menschen macht, sondern im Gegenteil mehr von dem Anhaften erzeugt, das wir doch loswerden wollen.

So führt die erhöhte Achtsamkeit seinen Gefühlen und seinen Mitmenschen gegenüber zwar durchaus zu mehr Mitgefühl, aber das kann auch sehr schnell belastend werden. Das Leid wird nicht leichter zu ertragen, wenn man es stärker wahrnimmt und dabei das „loslassen“ vergisst.

Müsste ich dafür eine Meditationstechnik entwickeln würde die dieses Problem sehr viel direkter adressieren, als die bereits vorhandenen (Gleichmut, Mitgefühl für sich selbst). Sie würde vermutlich darinbestehen, dass man – ähnlich wie beim Zen-Fragen – einen einzigen Satz ständig wiederholt:

Fuck That!