Slashdot: Why It’s Bad That Smartphones Have Banished Boredom

Kleine Warnung: Ich hab das selber noch nicht durchgelesen, aber thematisch passt es so gut zum letzten Langeweile-Post, dass es einfach mal ungesehen reinsetze:

Slashdot: Why It’s Bad That Smartphones Have Banished Boredom

Mittlerweile hab ich die Artikel gelesen bzw. überflogen und der erste Link liefert einen schnellen Überblick und verlinkt auch auf den dritten Artikel, der deutlich mehr Substanz hat.

Grob Zusammengefasst ist die These, dass es zwei Arten der Langeweile gibt, die sich durch die Situation in der man sich befindet entsteht. Einmal Langeweile, die durch die Unzulänglichkeit der Umstände (z.B. bei Armut) und die fehlenden Entfaltungsmöglichkeiten ergibt und abgegrenzt davon eine produktive Langeweile, die für Künstler zum kreativen Akt oder auch einfach nur zur Kontemplation und Reflektion führt.

Bei Julia Seeliger im Blog hatte ich die Vermutung geäussert, dass dies eine Ursache für die Substanzlosigkeit unserer Generation sein könnte. Danach ist die Diskussion leider eingeschlafen. Primär deswegen, weil ich keine massentauglichen Vorschläge zur Lösung dieses Problems habe.

Für mich selber habe ich u.a. deshalb einen E-Book-Reader gekauft, weil er gerade kein Internet hat (mit WLAN zwar existent, aber nicht praktikabel) und ich lese damit Texte schonmal mit mehr Ruhe als am Monitor.

Ansonsten hoffe ich, dass ich bis zum Semester körperlich so fit bin, dass ich in der Lage sein werde eine „Kontemplative Hochschulgruppe“ zu gründen.

We Love You – Iran & Israel

Bin gerade über die Kampagne „We Love You“ gestolpert, in der durch gegenseitige Botschaften versucht wird den Krieg zwischen Israel und dem Iran zu verhindern (oder zumindest klar zu stellen, dass es kein Krieg zwischen der Bevölkerung der beiden Ländern ist).

Alles so romantisch und voller Menschlichkeit. Und ich denk mir als ich auf die Crowdfunding-Seite dazu dazu surfe: „Das läuft noch 41 Tage und davor bekommt man kein Geld. Was, wenn der Krieg vor Ablauf der Frist losgeht?“.

Manchmal… da denkt man schon ziemlichen Scheiss :D…

Christentum

Auf meiner Todo-Liste unter dem Stichpunkt „Wenn ich einmal sonst nichts zu tun habe“ steht noch eine Beschäftigung mit dem Christentum.

Zum einen weil ich überprüfen möchte, wieviel davon Sinn macht, wenn man den Schwerpunkt weniger auf die Ablehnung des Übernatürlichen legt, sondern mehr auf die individuelle Praxis.

Zum anderen weil ich mir im klaren sein will, wieviel von dem was ich in den Buddhismus projeziere durch protestantische Werte in meiner Erziehung vorangelegt worden ist.

Das wird vermutlich eine eher protestantische Angelegenheit (mit Ausnahme der Zen-praktizierenden Jesuiten). Aber nach Heiner Geißler müsste das nicht so schlimm sein.

Also, ich will Ihnen mal folgendes sagen: Jeder intelligente Katholik ist in seinem Herzen auch Protestant. (Interview mit dem Cicero)